Vor der Landung
Wenn Sie nach der Landung möglichst wenig Aufwand möchten, empfehlen wir Airalos China-eSIM – vor dem Flug installieren und bei der Ankunft aktivieren. Speichern Sie den QR-Code offline, damit Sie noch am Flughafen online gehen können. Holafly ist eine weitere Möglichkeit; die Einrichtung erfolgt vor der Landung per App.
Als ich das erste Mal in Shanghai Pudong landete, habe ich wirklich jeden Anfängerfehler gemacht. 45 Minuten lang bin ich durch die Ankunftshalle geirrt und habe versucht, online zu kommen. Habe ein Vermögen für ein Taxi bezahlt, weil ich nichts von DiDi wusste. Bin bei Burger King gelandet, weil ich keine Speisekarte lesen konnte.
Das müssen Sie nicht erleben. Hier ist, was in den ersten 24 Stunden wirklich zählt.
Die klügste Vorbereitung: Lade diese Apps herunter, solange du noch WLAN hast: Alipay (brauchst du für absolut alles), DiDi (der chinesische Uber), WeChat (Nachrichten + Bezahlen), einen Übersetzer (Apple Übersetzen oder Google Translate mit chinesischem Offline-Paket). Apple Karten funktionieren in China ziemlich gut — lade dir eine Offline-Karte deiner Zielstadt herunter.
Richte Alipay nach Möglichkeit noch vor dem Flug ein. Verknüpfe deine Visa oder Mastercard. Zehn Minuten Arbeit ersparen dir eine Stunde Frust am Flughafen.
Schritt 1: Internetzugang (Minuten 0-15 nach Landung)
Deine allererste Priorität nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug: Internet. Ohne Verbindung geht gar nichts — kein Alipay, kein DiDi, keine Karten, kein WeChat.
Die schnellste Lösung: eine SIM-Karte am Flughafen kaufen. An vielen großen internationalen Flughäfen gibt es Schalter von China Mobile, China Unicom oder China Telecom. Zeig deinen Reisepass vor, wähl ein Datenpaket (50-150 RMB / 7-20 € für 10-15 GB), und nach 5 Minuten bist du online.
eSIM ist noch einfacher: Wenn dein Handy kompatibel ist und du sie vor dem Flug installiert hast, bist du 30 Sekunden nach der Landung verbunden. Airalo oder Nomad bieten 7-Tage-Pakete mit 3 GB ab etwa 8 €.
Wichtig: Vergiss nicht, dass Google, WhatsApp, Instagram und Facebook in China gesperrt sind. Wenn du auf diese Dienste angewiesen bist, brauchst du ein VPN — installiere es vor der Abreise.
Schritt 2: Bargeld holen (Minuten 15-25)
Mobile Zahlungen sind in China weit verbreitet. Sie werden häufig QR-Codes sehen – beim Frühstück, in der U-Bahn oder im Supermarkt. Trotzdem ist ein kleiner Bargeldvorrat als Reserve sinnvoll.
Einige Geldautomaten am Flughafen akzeptieren ausländische Karten; prüfen Sie vorab die Logos und Gebühren. Eine kleine Abhebung von etwa 200–500 RMB kann als Reserve genügen. Wechselstuben sind bequem, aber nicht automatisch günstiger als ein Geldautomat.
Das Bargeld ist für: kleine Straßenstände, Taxifahrer die “nicht scannen können” (kommt vor), und als Notfall-Reserve, falls dein Handy-Akku den Geist aufgibt.
Schritt 3: Ins Hotel (Minuten 25-120)
Drei Optionen — die beste hängt von deinem Gepäck ab.
Metro/U-Bahn (5-30 RMB): Jeder größere chinesische Flughafen hat einen Metro-Anschluss. Die Beschilderung ist auf Chinesisch und Englisch. Kauf ein Einzelfahrschein an den Automaten (Bar oder Alipay). Vom Flughafen Peking ins Zentrum: 30 Minuten, 25 RMB. Von Shanghai Pudong zur Nanjing Road: 50 Minuten, 7 RMB.
DiDi (100-200 RMB): Meine Standard-Option. Öffne die App, sie erkennt automatisch den richtigen Abholpunkt am Flughafen, gib die Hoteladresse ein, der Preis wird sofort angezeigt. Kein Verhandeln, keine Überraschungen. Der Fahrer wird dich wahrscheinlich anrufen — nutz die “Übersetzen”-Funktion in der App, wenn du kein Chinesisch sprichst.
Taxi (150-300 RMB): Folge den Schildern zum offiziellen Taxistand. Ignorier die Schlepper, die dich im Terminal ansprechen. Offizielle Taxis haben ein Taxameter. Dein Ziel auf Chinesisch parat haben.
Meine Empfehlung: Metro mit kleinem Gepäck, DiDi mit Koffer. Die 10-15 € extra für DiDi sind ihr Geld wert, wenn du müde vom Flug bist.
Schritt 4: Einrichten und orientieren (Stunden 2-4)
Koffer abgestellt. Jetzt: Internet testen. Alipay testen — kauf eine Flasche Wasser im nächsten Laden. Hotel-WLAN verbinden (meist kostenlos, Anmeldung per SMS oder Zimmernummer).
Lade offline Karten für deine Stadt herunter (Apple Karten oder Amap). Google Maps funktioniert in China nicht zuverlässig und ist teilweise gesperrt.
Schritt 5: Das erste richtige Essen (Stunden 4-6)
Du hast Hunger? Perfekt. Geh raus aus dem Hotel und such einen Nudelladen. Woran du einen guten erkennst: Er ist auch außerhalb der Stoßzeiten voll, Dampf kommt aus der Küche, und die Mitarbeiter haben keine Zeit, sich um dich zu kümmern. Zeig einfach auf das Bild auf der Speisekarte oder auf das, was der Nachbar isst. Klappt immer.
Ungefähre Preise für Essen:
- Straßennudeln oder Jianbing: 10-20 RMB
- Restaurant mit Reis und zwei Gerichten: 40-80 RMB
- Gehobenes Restaurant: 100-200 RMB
- KFC/McDonald’s Menü: 35-50 RMB
Schritt 6: Erster Abend (Stunden 6-10)
Bleib nicht im Hotelzimmer. Geh raus. Die Chinesen leben abends auf der Straße — Nachtmärkte, Fußgängerzonen, Plätze wo die ältere Generation Line Dance praktiziert. Probier Spieße (Chuan’r), schlender durch die beleuchteten Straßen, kauf merkwürdiges Streetfood.
Was sich komisch anfühlt aber normal ist: Leute starren dich an (einfach lächeln), laute Unterhaltungen in der Öffentlichkeit (chinesische Normal-Lautstärke), und dass alles unglaublich billig ist im Vergleich zu Deutschland.
Sicherheit: Die persönliche Sicherheitslage wird von vielen Reisenden als unkompliziert erlebt, trotzdem gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. In dicht besuchten Gegenden kann es zu Taschendiebstahl kommen. Bewahren Sie Handy und Dokumente sicher auf und verlassen Sie sich nachts nicht auf pauschale Sicherheitsversprechen.
Was dich nicht stressen muss
- Kein Chinesisch: Du überlebst. Übersetzungs-Apps helfen. In den Touristenzonen sprechen viele Basic-Englisch. Schilder an Flughäfen und U-Bahnen sind zweisprachig.
- Sicherheit: Beachten Sie auch nachts die üblichen Vorsichtsmaßnahmen und bewahren Sie Wertsachen sicher auf.
- Essen: Heiße, frisch zubereitete Speisen sind für viele Reisende ein unkomplizierter Einstieg. Trotzdem kann sich der Magen an neue Zutaten und Gewürze erst gewöhnen.
- Sich verfahren: Apple Karten funktionieren. Im schlimmsten Fall zeigst du die Hoteladresse einem Taxifahrer.
Deine 24-Stunden-Checkliste
- Vor der Landung: Alipay, DiDi, WeChat installieren
- Minute 0-15: SIM-Karte kaufen oder eSIM aktivieren
- Minute 15-25: 200-500 RMB am Automaten abheben
- Minute 25-120: Metro oder DiDi zum Hotel
- Stunde 2-4: Einchecken, Alipay testen, Offline-Karten laden
- Stunde 4-6: Erste richtige Mahlzeit im Nudelladen
- Stunde 6-10: Abendspaziergang, Nachtmarkt erkunden
- Stunde 10+: Schlafen (morgen wartet ein ganzer Tag)
Die ersten 24 Stunden sind oft die anstrengendsten – nicht unbedingt, weil China kompliziert ist, sondern weil vieles neu ist. Planen Sie Puffer ein und geben Sie sich Zeit, sich an die Abläufe zu gewöhnen.
Reise planen?
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Beste Reisezeit prüfen – Wetter und Besucherandrang nach Stadt und Monat vergleichen.
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